Nahaufnahme einer Hand, die einen Menschen sanft berührt – Symbol für Nähe, Begleitung und Abschiednehmen.

Wenn Abschiednehmen keine Anleitung hat

„Wie macht man das eigentlich, wenn ein Elternteil stirbt? Was macht man da? Ich bin doch Anfängerin. Ich habe keine Ahnung.“

Stille.

Ich schaute sie an.

Und dachte:

Ja. Genau so ist es.

Niemand von uns weiss, wie Abschiednehmen geht.

Wir lernen so vieles im Leben.

Wir lernen laufen, sprechen, schreiben.

Wir lernen einen Beruf.

Manche von uns lernen, Kinder auf die Welt zu begleiten.

Aber wie begleitet man einen Menschen beim Sterben?

Wie hält man aus, wenn nichts mehr zu tun bleibt – ausser da zu sein?

Wie geht Trauern?

Wie geht Loslassen?

Und woher soll ich wissen, ob das, was ich gerade fühle, überhaupt richtig ist?

Diese Begegnung hat mich sehr berührt.

Es war jemand bei mir, dessen Vater im Sterben liegt.

Und in diesem Gespräch wurden drei Fragen ganz deutlich.

Fragen, die vermutlich viele Menschen kennen, wenn sie einen nahestehenden Menschen beim Sterben begleiten.

Fragen, auf die es keine einfache Anleitung gibt.

„Warum hat mir niemand gesagt, wie kräftezehrend Sterben sein kann?“

Ein zweiter Satz aus unserer Begegnung hat mich nicht mehr losgelassen:

„Ich wäre froh gewesen, wenn mir jemand gesagt hätte, wie kräftezehrend Sterben sein kann.“

Nicht nur für den Menschen, der stirbt.

Auch für diejenigen, die begleiten.

Sie hatte viel gelesen. Im Internet. In der Literatur. Über das Sterben. Über die letzten 24 oder 48 Stunden. Über einen friedlichen Abschied. Über das Loslassen. Über Ruhe.

Und dann sagte sie: „Aber verdammt. Wir sind heute an Tag sieben.“

Tag sieben.

Des Daseins.

Des Wartens.

Des Hoffens und gleichzeitig Wissens.

Des Schlafmangels.

Der Anspannung.

Des Abschiednehmens.

Vielleicht auch des Wünschens, dass es endlich vorbei sein darf – und des unmittelbaren schlechten Gewissens für genau diesen Gedanken.

Denn Sterben ist nicht immer dieses friedliche Bild, das wir vielleicht im Kopf haben.

Sterben kann ruhig sein.

Sterben kann sanft sein.

Aber Sterben kann auch lange dauern.

Es kann körperlich und emotional herausfordernd sein. Es können Schmerzen, Atemveränderungen, Unruhe oder Verwirrtheit auftreten. Es kann Momente geben, die Angehörige erschrecken, überfordern oder einfach nur unglaublich müde machen.

Und manchmal ist Sterbebegleitung schlicht und einfach verdammt anstrengend.

Das auszusprechen nimmt dem Sterben nichts von seiner Würde.

Und es nimmt auch der Liebe nichts von ihrer Bedeutung.

Vielleicht macht es den Blick darauf einfach ehrlicher.

Menschlicher.

Denn einen Menschen beim Sterben zu begleiten, bedeutet nicht, sieben Tage lang friedlich an einem Bett zu sitzen und eine Hand zu halten.

Es kann bedeuten, kaum zu schlafen.

Immer wieder aufzuschrecken.

Nicht zu wissen, was als Nächstes kommt.

Sich Sorgen zu machen.

Entscheidungen treffen zu müssen.

Da sein zu wollen und gleichzeitig irgendwann einfach nicht mehr zu können.

Und auch das darf ausgesprochen werden.

Vielleicht müssen wir ehrlicher über das Sterben sprechen.

Nicht, um Menschen Angst davor zu machen.

Sondern damit jemand, der plötzlich mittendrin steht, nicht denken muss:

Warum hat mir niemand gesagt, dass es auch so sein kann?

Darf ich wütend sein, wenn jemand stirbt?

Und dann war da noch eine Frage.

Eine, die vielleicht schwieriger auszusprechen ist.

„Darf neben der Trauer eigentlich auch Wut sein?“

Denn da war vielleicht nicht nur Liebe.

Da war vielleicht auch Geschichte.

Vielleicht gab es Verletzungen.

Dinge, die nie ausgesprochen wurden.

Dinge, die nicht geklärt werden konnten.

Erwartungen, die nie erfüllt wurden.

Vielleicht gab es Enttäuschungen.

Vielleicht Distanz.

Und jetzt stirbt dieser Mensch.

Plötzlich läuft die Zeit davon.

Und irgendwo sitzt diese Vorstellung in uns, dass wir am Sterbebett nur liebevoll, dankbar und traurig sein dürfen.

Aber was, wenn ich wütend bin?

Was, wenn ich traurig bin über das, was ich nie bekommen habe?

Was, wenn ich einem Menschen verzeihen möchte – aber noch nicht kann?

Was, wenn ich gar nicht verzeihen will?

Was, wenn neben der Liebe auch Enttäuschung existiert?

Was, wenn ich erleichtert bin?

Dann darf auch das da sein.

Trauer ist kein moralischer Zustand.

Sie ist kein Beweis dafür, wie sehr wir einen Menschen geliebt haben.

Und sie folgt keinem vorgeschriebenen Ablauf.

Wir können einen Menschen lieben und gleichzeitig wütend auf ihn sein.

Wir können jemanden vermissen und gleichzeitig erleichtert sein.

Wir können am Sterbebett sitzen und hoffen, dass dieser Mensch noch bleibt – und uns gleichzeitig wünschen, dass er endlich gehen darf.

Diese Gefühle widersprechen sich nicht.

Sie können gleichzeitig existieren.

Vielleicht ist genau das manchmal so schwer auszuhalten.

Dass wir glauben, uns für ein Gefühl entscheiden zu müssen.

Für die Liebe.

Für die Wut.

Für die Trauer.

Für die Erleichterung.

Aber vielleicht müssen wir das gar nicht.

Vielleicht darf alles nebeneinander existieren.

Die Liebe und die Enttäuschung.

Die Dankbarkeit und die Wut.

Das Festhalten und das Loslassen.

Die tiefe Traurigkeit und die Erleichterung.

Denn Beziehungen sind nicht immer nur schön.

Menschen sind nicht nur gut oder schlecht.

Und auch unsere Gefühle lassen sich nicht immer fein säuberlich voneinander trennen.

Manchmal ist da alles gleichzeitig.

Und auch das darf Trauer sein.

Ich kenne den Tod

Vielleicht hat mich diese Begegnung auch deshalb so berührt, weil der Tod in meinem eigenen Leben schon oft einen Platz eingenommen hat.

Mein Mami und mein Papi sind beide nicht mehr da.

Bei meinem Mami war ich dabei.

Bei meinem Papi nicht.

Auch mein Grosi und mein Grossvater, bei denen ich aufgewachsen bin, leben nicht mehr.

Und trotzdem war kein Abschied wie der andere.

Als mein Vater starb, hat es mir den Boden unter den Füssen weggerissen.

Ich wusste damals nicht, wohin mit diesem Schmerz.

Also habe ich ihn betäubt.

Zwei Jahre lang habe ich versucht, ihn mit Alkohol wegzutrinken.

Tag für Tag.

Nicht, weil die Trauer dadurch verschwunden wäre.

Sondern weil ich damals keinen anderen Weg kannte, mit ihr umzugehen.

Als mein Mami starb, war Pandemie.

Die Welt war ohnehin eine andere geworden.

Und meine eigene Welt erst recht.

Über sechs Monate bin ich abends weinend eingeschlafen und morgens weinend wieder aufgewacht.

Es gab nichts zu reparieren.

Nichts schnell zu verarbeiten.

Es tat einfach weh.

Bei meinen Grosseltern war die Trauer wieder anders.

Mit ihrem Tod kam eine Trauer hoch, die viel weiter zurückreichte.

Ich habe um meine Kindheit getrauert.

Um die Kindheit, die ich gerne bei meinen Eltern erlebt hätte.

Um das, was ich als Kind gebraucht und mir so sehr gewünscht hätte.

Um bedingungslose Liebe.

Um dieses tiefe Gefühl, einfach Kind sein zu dürfen.

Geliebt zu werden, ohne etwas dafür tun zu müssen.

Sicher zu sein.

Aufgehoben zu sein.

Es war eine Trauer um etwas, das sich nicht mehr nachholen lässt.

Vielleicht ist das eine der schmerzhaftesten Formen von Trauer:

Wenn wir nicht nur um einen Menschen trauern, den wir verloren haben, sondern um etwas, das wir unser ganzes Leben lang vermisst haben.

Um eine Kindheit, die wir uns anders gewünscht hätten.

Um eine Liebe, nach der wir uns gesehnt haben.

Um Bedürfnisse, die unerfüllt geblieben sind.

Und vielleicht auch um die Erkenntnis, dass es irgendwann kein Zurück mehr gibt.

Keine Möglichkeit mehr, diese Geschichte noch einmal neu zu schreiben.

Auch das ist Trauer.

Eine Trauer, die manchmal erst dann wirklich Raum bekommt, wenn Menschen gehen und wir plötzlich spüren, wie viel in uns noch auf einen Abschied gewartet hat.

Vielleicht ist genau das etwas, das wir über Trauer viel häufiger sagen sollten:

Wir trauern nicht immer nur um den Menschen, der gestorben ist.

Manchmal trauern wir um das, was mit ihm geht.

Um eine Rolle, die wir hatten.

Um eine Familie, die es so nicht mehr gibt.

Um unsere Kindheit.

Um eine Zukunft, die wir uns anders vorgestellt hatten.

Und manchmal trauern wir sogar um etwas, das wir nie hatten.

Um die Beziehung zu einem Vater oder einer Mutter, die wir uns ein Leben lang gewünscht hätten.

Wenn dieser Mensch stirbt, stirbt manchmal auch die letzte Hoffnung darauf, dass es irgendwann doch noch anders werden könnte.

Auch das ist Trauer.

Trauer hat viele Gesichter

Vielleicht ist genau das etwas, das ich selbst durch all diese Verluste gelernt habe:

Trauer sieht nicht immer gleich aus.

Nicht einmal bei ein und demselben Menschen.

Trauer kann weinen.

Trauer kann schreien.

Trauer kann schweigen.

Trauer kann wütend sein.

Sie kann müde machen.

Sie kann uns rastlos werden lassen.

Sie kann sich im Körper zeigen.

Sie kann uns das Gefühl geben, dass die Welt stehen geblieben ist, während draussen alle anderen einfach weiterleben.

Und ja.

Trauer kann auch Erleichterung sein.

Gerade nach einer langen Krankheit.

Nach einem langen Sterbeprozess.

Oder nach einer schwierigen, belastenden Beziehung.

Erleichterung bedeutet nicht automatisch, dass keine Liebe da war.

Und Wut bedeutet nicht, dass wir falsch trauern.

Vielleicht lachen wir sogar irgendwann wieder.

Vielleicht früher, als wir selbst gedacht hätten.

Und vielleicht erschrecken wir darüber.

Vielleicht kommt sofort dieser Gedanke:

Darf ich das überhaupt?

Ja.

Du darfst.

Denn auch wenn wir trauern, dürfen wir weiterleben.

Es gibt keine richtige Trauer.

Und es gibt keinen Zeitplan dafür.

Kein „Nach drei Monaten solltest du …“

Kein „Jetzt ist aber langsam wieder gut.“

Kein „Du musst loslassen.“

Vielleicht wollen wir noch gar nicht loslassen.

Vielleicht können wir es noch nicht.

Und vielleicht müssen wir es auch nicht so tun, wie andere Menschen es von uns erwarten.

Jeder Mensch trauert anders.

Jede Beziehung war anders.

Jede Geschichte ist anders.

Und deshalb ist auch jeder Abschied anders.

Es gibt nicht die eine richtige Art zu trauern.

Es gibt deine Trauer.

In deinem Tempo.

Zu deiner Zeit.

Und was passiert eigentlich beim Sterben?

Rund um das Sterben gibt es viele Vorstellungen darüber, was in unserem Körper, unserem Gehirn und vielleicht auch in unserem Bewusstsein geschieht.

Immer wieder begegnet uns dabei auch DMT – Dimethyltryptamin.

DMT ist eine Substanz, die natürlicherweise auch im menschlichen Körper vorkommt und eine stark bewusstseinsverändernde Wirkung haben kann.

Es gibt die faszinierende Hypothese, dass körpereigenes DMT bei aussergewöhnlichen körperlichen Grenz- und Übergangssituationen eine Rolle spielen könnte – etwa bei der Geburt und beim Sterben.

Wissenschaftlich ist bisher allerdings nicht eindeutig nachgewiesen, dass der menschliche Körper bei der Geburt oder im Moment des Todes tatsächlich grosse Mengen DMT ausschüttet.

Und trotzdem finde ich diesen Gedanken spannend.

Denn Menschen, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben, berichten immer wieder von aussergewöhnlichen Erlebnissen.

Von einem Gefühl tiefen Friedens.

Von Licht.

Von Verbundenheit.

Oder davon, verstorbene Menschen wahrgenommen zu haben.

Auch Menschen, die DMT eingenommen haben, beschreiben teilweise Erfahrungen, die Ähnlichkeiten mit Nahtoderfahrungen aufweisen können.

Zum Beispiel das Gefühl, den eigenen Körper oder das eigene Ich zu verlassen.

Ein verändertes Erleben von Zeit und Raum.

Oder eine tiefe Verbundenheit mit etwas, das grösser erscheint als man selbst.

Diese Erfahrungen sind nicht bei allen Menschen gleich und auch nicht immer ausschliesslich schön oder friedlich.

Aber sie zeigen uns vielleicht vor allem eines:

Wir wissen noch längst nicht alles darüber, was mit unserem Bewusstsein geschieht, wenn wir uns an den Grenzen unseres Lebens befinden.

Und vielleicht dürfen wir genau dort auch ein wenig Raum für das lassen, was wir noch nicht erklären können.

Ich finde den Gedanken berührend, dass ausgerechnet die beiden grössten Übergänge unseres Lebens – das Ankommen und das Gehen, die Geburt und der Tod – noch immer so viele Geheimnisse in sich tragen.

Manche Menschen scheinen sich im Sterbeprozess immer weiter zurückzuziehen.

Manche sprechen mit Menschen, die für uns nicht sichtbar sind.

Manche berichten von verstorbenen Angehörigen, die scheinbar auf sie warten oder sie abholen kommen.

Manche erleben noch einmal Momente erstaunlicher Klarheit.

Wir können nicht immer wissen, was davon durch körperliche oder neurologische Prozesse erklärbar ist und was vielleicht zu einem Bereich gehört, den wir bisher einfach noch nicht verstehen.

Und vielleicht müssen wir auch nicht auf alles eine Antwort haben.

Vielleicht dürfen wir manchmal einfach da sein.

Daneben sitzen.

Eine Hand halten.

Zuhören.

Und dem Menschen, der gerade dabei ist zu gehen, seine ganz eigene Erfahrung lassen.

„Was muss ich tun?“

Und damit komme ich wieder zurück zu dieser ersten Frage.

Zu diesem Satz, der mich nicht mehr losgelassen hat:

„Wie macht man das eigentlich, wenn ein Elternteil stirbt? Ich bin doch Anfängerin. Ich habe keine Ahnung.“

Vielleicht ist die Antwort darauf viel einfacher und gleichzeitig viel schwieriger, als wir denken.

Vielleicht macht man es gar nicht.

Vielleicht ist man einfach da.

So gut man kann.

Man hält eine Hand, wenn sie gehalten werden möchte.

Man sitzt schweigend daneben.

Man spricht.

Man weint.

Man geht zwischendurch nach Hause und schläft.

Man isst etwas.

Man geht an die frische Luft.

Man darf lachen.

Vielleicht lacht man sogar einmal und erschrickt darüber, dass man gerade lachen konnte.

Man wird wütend.

Man ist erschöpft.

Man möchte, dass der Mensch bleibt.

Und irgendwann möchte man vielleicht auch, dass er endlich gehen darf.

Man darf hinausgehen.

Man darf eine Pause brauchen.

Man darf nicht mehr können.

Man darf Hilfe annehmen.

Und manchmal darf man einfach sagen:

„Ich weiss nicht, wie das geht.“

Denn niemand muss ein Profi im Abschiednehmen sein.

Vielleicht gibt es dafür tatsächlich keine Anleitung.

Vielleicht gibt es kein Richtig und kein Falsch.

Vielleicht gibt es nur diesen einen Menschen, der gerade geht.

Und diesen anderen Menschen, der versucht, ihn dabei zu begleiten.

So gut er eben kann.

Jeder in seinem Tempo. Zu seiner Zeit.

Vielleicht wünsche ich mir genau das:

Dass wir ehrlicher über Sterben sprechen.

Nicht, um Angst zu machen.

Sondern damit Menschen nicht plötzlich mitten in einem Sterbeprozess stehen und denken:

Warum hat mir niemand gesagt, dass es auch so sein kann?

Und ich wünsche mir, dass wir ehrlicher über Trauer sprechen.

Über die schöne, liebevolle Trauer.

Aber auch über die unbequeme.

Über Wut.

Über Schuld.

Über Erleichterung.

Über Leere.

Über alte Verletzungen.

Über Liebe, die trotzdem da ist.

Und über Beziehungen, die eben nicht nur schön waren.

Vielleicht müssen wir aufhören, Menschen vorzuschreiben, wie Abschied auszusehen hat.

Der Tod ist so individuell wie das Leben davor.

Und Trauer ist so individuell wie die Beziehung zu dem Menschen, um den wir trauern.

Du darfst weinen.

Du darfst wütend sein.

Du darfst schweigen.

Du darfst erleichtert sein.

Du darfst lieben und gleichzeitig verletzt sein.

Du darfst Zeit brauchen.

Und du darfst deinen ganz eigenen Weg finden.

Vielleicht liest das gerade jemand, der seit Tagen am Bett eines geliebten Menschen sitzt.

Vielleicht liest es jemand, dessen Mutter oder Vater gerade gestorben ist.

Oder jemand, der vor zehn Jahren Abschied nehmen musste und beim Lesen merkt, dass die Tränen immer noch kommen.

Egal, wo du gerade stehst:

Du musst nicht richtig trauern.

Du musst deinen Weg finden.

Dieser Artikel ist nicht entstanden, weil ich Antworten habe.

Er ist entstanden, weil ich Menschen begegne, die mitten im Abschied stehen.

Und weil ich selbst erfahren habe, wie unterschiedlich Trauer aussehen kann.

Vielleicht hilft dir dieser Text nicht dabei, den Schmerz kleiner zu machen.

Aber vielleicht hilft er dir, das, was du fühlst, nicht mehr für falsch zu halten.

Denn vielleicht geht es beim Trauern gar nicht darum, alles richtig zu machen.

Sondern darum, allem, was da ist, einen Platz zu geben.

Jeder in seinem Tempo.

Zu seiner Zeit.

 

Wenn du nicht alleine durch deine Trauer gehen möchtest

Manchmal braucht Trauer einfach Raum.

Einen Ort, an dem nichts weg sein muss.

An dem du nicht funktionieren musst.

An dem Tränen genauso Platz haben dürfen wie Wut, Erleichterung, Schuld, Sehnsucht oder vielleicht sogar Gefühle, für die du selbst noch keine Worte hast.

In meiner körperzentrierten psychologischen Beratung begleite ich Menschen in Zeiten von Trauer, Verlust und Abschied.

Nicht mit einer Anleitung, wie Trauern richtig geht.

Sondern mit einem Raum, in dem dein ganz eigener Weg Platz haben darf.

In deinem Tempo.

Zu deiner Zeit.